Missbrauchsopfer erreichen Rom nach Protestmarsch
Samstag, 12. November 2011
Rom (dapd). Aus Protest gegen sexuellen Missbrauch durch katholische Priester sind zwei Italiener quer durch das Land zum Vatikan in Rom gelaufen. Francesco Zanardi und Alberto Sala, die sich selbst als Missbrauchsopfer bezeichnen, brauchten 19 Tage für die 550 Kilometer von Savona nach Rom. Dort trafen sie am Dienstag ein.
Sie verlangen eine unabhängige Untersuchung. Außerdem solle die italienische Bischofskonferenz Regeln aufstellen, um Pädophile ohne Ausnahme ihres Amtes zu entheben. Jeder Bischof, der Täter decke, müsse entlassen werden. Die gewünschte Audienz beim Papst wurde ihnen nicht gewährt. Der Vatikan hat allen Bischofskonferenzen aufgetragen, bis Mai Regeln zum Umgang mit sexuellem Missbrauch zu formulieren.
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