Mittwoch, 2. Juni 2010
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2.June 2010
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Staatsanwalt leitet Ermittlungen gegen Erzbischof Zollitsch ein
Neuer Schock für die katholische Kirche: Die Staatsanwaltschaft Freiburg hat ein Ermittlungsverfahren gegen Robert Zollitsch wegen Beihilfe zum sexuellen Missbrauch von Kindern eingeleitet.
Das hat die Behörde dem ARD-Politikmagazin „Report Mainz“ und dem „Südkurier“ bestätigt.
Grundlage des Ermittlungsverfahrens ist demnach eine Strafanzeige, die bei der Staatsanwaltschaft Freiburg eingegangen ist.
Die Anzeige erstattete ein mutmaßliches Opfer, das in den 60er-Jahren von einem Pater im Kloster Birnau im Erzbistum Freiburg missbraucht worden sein soll.
Oberstaatsanwalt Wolfgang Maier von der Staatsanwaltschaft Freiburg teilte „Report Mainz“ schriftlich mit: „Der Vorwurf des Anzeigeerstatters geht dahin, dass der Erzdiözese Freiburg bekannt gewesen sei, dass es in früherer Zeit zu sexuellen Übergriffen durch einen Pater gekommen sei.
Dr. Zollitsch habe als damals zuständiger Personalreferent der Erzdiözese Freiburg im Jahr 1987 gleichwohl die erneute Anstellung des Paters in der Kirchengemeinde Birnau am Bodensee veranlasst.“
Das erzbischöfliche Ordinariat Freiburg weist die Vorwürfe gegenüber „Report Mainz“ als „sensationsheischend“ zurück: „Die Erzdiözese Freiburg ist im Kontakt mit der Staatsanwaltschaft Freiburg, damit die Substanzlosigkeit der Vorwürfe gegen Erzbischof Zollitsch rasch dokumentiert werden kann.
Das Ordinariat Freiburg hatte bereits in den zurückliegenden Monaten deutlich gemacht, dass es nach Bekanntwerden eines Vorwurfs gegen den beschuldigten Zisterzienserpater rasch gehandelt, den Orden eingeschaltet und den Orden auf die dann zu ziehenden Konsequenzen hingewiesen hat“, so das Erzbistum in einer schriftlichen Stellungnahme.
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