Missbrauchsopfer verklagt Kardinäle
Donnerstag, 22. April 2010
Los Angeles - Die Klageschrift richtet sich gegen den US-Kardinal Roger Mahony und seinen mexikanischen Kollegen Norberto Rivera. Sie sollen vorsätzlich dieMissbrauchsvorwürfe gegen einen früheren Priester vertuscht haben. Mahony hingegen sei in einem Brief über die Anschuldigungen informiert worden, habe aber nichts unternommen. Bereits 1988 sei der Geistliche zurück nach Mexiko versetzt worden. Neun Jahre später verging er sich demnach an dem Mann, der nun die Klage in Los Angeles eingereicht hat. Die kalifornische Justiz hatte in der Vergangenheit bereits zwei Klagen gegen Mahony und Rivera mit der Begründung abgewiesen, dass ein Mexikaner einen Landsmann nicht vor ein US-Gericht bringen könne. Die aktuelle Klage stützt sich auf ein Gesetz aus dem Jahr 1789, dass auch Menschen ohne US-Staatsangehörigkeit bei Verstößen gegen die Menschenrechte ein Klagerecht in den USA einräumt. ada/AFP21.04.2010
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