DRAMATISCHE AUSTRITTSWELLE
Dienstag, 27. April 2010
24. April 2010, 09:25 Uhr Deutsche Katholiken reagieren mit einer dramatischen Austrittswelle auf den Missbrauchsskandal in ihrer Kirche. In Bistümern sowie bei Standesämtern haben sich die Austrittszahlen vielerorts stark erhöht. Die Fluchtbewegung ist dort am stärksten, wo der Katholizismus besonders tief verwurzelt ist Nach Recherchen der "Frankfurter Rundschau" ist die Zunahme der Austrittszahlen in den stark katholisch geprägten Regionen im Süden Deutschlands besonders stark. In Bayern nahmen im März die Austritte im Bistum Bamberg von sonst durchschnittlich 200 bis 300 pro Monat auf etwa 1400 Gläubige zu. Ebenfalls im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Austritte in Würzburg von 407 auf 1233. Regensburg hatte laut in den ersten Monaten dieses Jahres jeweils etwa 40 Austritte beider Konfessionen zu verzeichnen. Im März, als sich Missbrauchsopfer der Regensburger Domspatzen meldeten, haben 193 Katholiken ihre Kirche offiziell verlassen.
DRAMATISCHE AUSTRITTSWELLE
Missbrauchsskandal treibt Katholiken aus Kirche
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