Bischof Mixa räumt erstmals Gewalt gegen Kinder ein

Bischof Mixa räumt erstmals Gewalt gegen Kinder ein. Foto: dpa

"Wenn jetzt das Thema auf die Frage nach Ohrfeigen zugespitzt wird, will ich ganz ehrlich sagen, dass ich als langjähriger Lehrer und Stadtpfarrer im Umgang mit sehr vielen Jugendlichen die eine oder andere Watsch'n von vor zwanzig oder dreißig Jahren natürlich nicht ausschließen kann", sagte Mixa laut einer am Freitag vorab veröffentlichten Meldung der "Bild am Sonntag". "Das war damals vollkommen normal und alle Lehrer und Schüler dieser Generation wissen das auch", fügte er hinzu.

Der Bischof drückte zugleich sein Bedauern aus. "Falls es zu Ohrfeigen gekommen sein sollte, bedauere ich das heute aufrichtig", sagte er. Zugleich wandte sich Mixa gegen die Vorwürfe ehemaliger Heimkinder, die ihm schwere körperliche Züchtigungen vorwerfen. Er habe "von Anfang an klar gesagt, dass ich zu keinem Zeitpunkt körperliche Gewalt gegen Kinder und Jugendliche angewandt habe. Dazu stehe ich auch". Bei den Prügelvorwürfen sei es "um schwere körperliche Züchtigungen" gegangen. "Solche hat es durch mich nie gegeben", betonte der Bischof.

Mehrere ehemalige Bewohner des katholischen Kinderheimes in Schrobenhausen hatten gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" schwere Anschuldigungen gegen Mixa erhoben und ihm unter anderem vorgeworfen, Heimkinder auch mit dem Stock geschlagen zu haben. Die ehemaligen Heimkinder zeigten sich zugleich bereit, ihre Anschuldigungen gegen Mixa, der damals Stadtpfarrer von Schrobenhausen war, unter Eid vor Gericht zu bezeugen.

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Mixa hatte wiederholt alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. so hatte er Anfang April erklärt: "Ich versichere nochmals, dass ich zu keiner Zeit gegen Kinder und Jugendliche körperliche Gewalt in irgendeiner Form angewandt habe."