Schutz gegen das System der Sünde
Mittwoch, 17. März 2010
17.03.10
Von Birger Menke, Christian Rath und Oliver Trenkamp
Ehemalige Internats- und Klosterschüler, Heimkinder, Chorknaben und Absolventen vermeintlicher Musterschulen trauen sich nun, oft Jahrzehnte nach dem erlittenen Missbrauch, das Erlittene zu schildern. Sie tun dies mit einer Intensität, die ahnen lässt, wie schwer es sein wird, das Leid zu lindern.Institutionen wie die katholische Kirche geraten unter Druck, Kanzlerin Angela Merkel fordert "Wahrheit und Klarheit über alles, was passiert ist". Doch auch die Politik ist gefordert - denn viele Fragen stehen im Raum:
- Muss das Strafrecht geändert werden? Sexueller Missbrauch unterliegt nicht der Anzeigepflicht und verjährt oft schneller, als die Opfer über die Taten zu sprechen bereit sind.
- Wo sind die Fehler im System - wie bricht man mit der Praxis des Schweigens?
- Wieso gibt es immer noch Schlupflöcher für vorbelastete Lehrer im Schuldienst?
- Wie kann man Kinder warnen, ihnen die Angst davor nehmen, über das Thema zu reden? Wie kann man Lehrer sensibilisieren?
SPIEGEL ONLINE spricht mit Experten - welche Änderungen wirklich Sinn hätten, um Kinder besser zu schützen und die Täter zu bestrafen:
- 1. Teil: Schutz gegen das System der Sünde
- 2. Teil: Im Strafrecht - wieso verjährt Missbrauch so schnell?
- 3. Teil: Gegen die Schweigekartelle - braucht es eine Anzeigepflicht?
- 4. Teil: Bei der Schulaufsicht - was tun gegen Schlupflöcher für Pädophile?
- 5. Teil: Im Unterricht - wie erleichtert man es Kindern, darüber zu reden?

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